Sedimentfang Wedel
Zielsetzung
Ziel des Sedimentfangs Wedels ist eine Abschwächung stromaufgerichteter Transporte in den Hamburger Hafen. Marine (weitgehend schadstoffunbelastete) Sedimente sollen vor dem Hafenbereich „aufgefangen“ werden, in dem sie sich ansonsten mit schadstoffbelasteten oberstromigen Sedimenten vermischen würden. Die Verbringung des Baggergutes erfolgt entsprechend der geänderten Umlagerungsstrategie
der WSV in ebbstromdominierte Bereiche der Tideelbe, bisher ausschließlich in den Verbringbereich bei Elbe-km 688/690.
Zur Herstellung und Unterhaltung des Sedimentfangs wurde im April 2008 eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg und der Hamburg Port Authority (HPA) geschlossen. Danach erfolgen Herstellung und Unterhaltung des Sedimentfangs durch die HPA. Daneben wurde ein umfassendes Monitoringprogramm vereinbart, dass von der HPA finanziert und umgesetzt wird.
Der Sedimentfang soll vorrangig eine Verringerung sohlnaher Transporte bewirken (aufgrund bisheriger Erkenntnisse wird davon ausgegangen, dass ein überwiegender Teil des Stromauftransports sohlnah erfolgt). Eine nennenswerte querschnittsübergreifende Verringerung des Schwebstofftransportes ist unwahrscheinlich, da – bezogen auf den Gesamtquerschnitt der Elbe – nur eine geringe Querschnittsaufweitung erfolgt ist. Entsprechend sind keine großen Veränderungen der mittleren Strömungs- und damit auch Schwebstofftransportgeschwindigkeiten zu erwarten.
Voruntersuchungen
Die Grenzen des im Mai/Juni 2008 erstmals hergestellten Sedimentfangs liegen im Westen bei Elbe-km 643,8 (Nordseite) bzw. Elbe-km 643,2 (Südseite) und im Osten bei Elbe-km 641,8. Nähere Informationen enthalten die vor Herstellung des Sedimentfangs vorgelegte FFH-Auswirkungsabschätzung
[1,6 MB] sowie eine Stellungnahme der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
[0,5 MB] zum Sedimentfang.
Monitoring
Die Erstellung regelmäßiger Monitoring-Berichte erfolgt durch die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Der erste Monitoring-Bericht der BfG
[5,9 MB] wurde im Herbst 2009 vorgelegt (Berichtszeitraum Januar bis Juni 2008). Als gesonderte Monitoringmaßnahme wurde von der HPA zudem eine Untersuchung zum Fischlarvenaufkommen im Bereich des Sedimentfangs
[0,5 MB] beauftragt, der zugehörige Abschlussbericht liegt seit September 2009 vor.
